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- **Posted:** 2025-06-16T06:33:06.000+00:00

## Caption

Schwarzbraun ist die Haselnuss — und sonst nichts.
Ein banaler Vers, ohne Erziehungsauftrag, ohne ideologisches Handgepäck, ohne vorgeschaltete Triggerwarnung. Das Publikum klatscht. Spontan. Befreit. Natürlich.
Man staunt heute fast ungläubig, wie schamlos normal diese Szene wirkt.

Kein codiertes Gesinnungszeichen, keine subtil eingearbeitete Betroffenheitsrhetorik, kein moralisches Kleingedrucktes am unteren Bildrand.
Nur Musik. Nur Freude. Nur gemeinsames Erleben.
Heute wäre das ein Skandal erster Ordnung.
Im hysterisch überladenen Kulturbetrieb unserer Gegenwart genügt oft schon das bloße Nicht-Problematische als Anlass zur Empörung.
Jede Silbe wird nach Subtext durchleuchtet, jeder Ton auf die Goldwaage identitätspolitischer Sensibilitäten gelegt.
Die Moralpolizei wacht — ungebeten, aber allgegenwärtig.
Was darf man noch singen?
Wer könnte sich verletzt fühlen?
Welche unsichtbare Minderheit könnte in den Tiefenschichten der Harmonie eine Mikroaggression wittern? Die absurde Logik unserer Zeit:
Je harmloser das Lied, desto größer die Gefahr, dass es "übersehen hat", wen es hätte inkludieren sollen.

Wo früher Freude war, ist heute Gesinnungsmanagement.
Wo einst das Publikum mitsang, formuliert es heute Bekenntnisse.
Musik ist nicht mehr Klang, sondern Haltung.
Ein permanenter Eignungstest fürs gesellschaftlich Erwünschte.
Schwarzbraun ist die Haselnuss stammt aus einer Zeit, in der das Normale noch keine Sondergenehmigung brauchte. Wo niemand bei einem Volkslied prüfte, ob der Refrain ausreichend diversifiziert, gendersensibel und machtkritisch aufgeladen war.
Man sang, weil es schön war.
Man klatschte, weil man Lust dazu hatte.
Kein Expertengremium war nötig, um die Unschuld eines Liedes amtlich zu bestätigen.
Was bleibt, ist die leise Sehnsucht nach dieser entlasteten Freiheit des Einfachen.
Nach einer Zeit, in der man ein Lied noch einfach singen durfte. Und das Publikum einfach klatschte.
Befreiend normal. Und gerade deshalb heute fast schon subversiv.

Schaut, was ihr aus der Kunst gemacht habt! .
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Buch: Ich bin konservativ. Was sonst. -Markus Langemann
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#ichbinkonservativ 
#langemann #clubderklarenworte #deutschland #kunst

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