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@Fisnik Asllani, Leon und Albi im Interview 🎤  Ihr seid jetzt alle drei kosovarische Nationalspieler, obwohl Ihr vorher im Nachwuchs für die DFB-Auswahl bzw. die Schweizer Junioren-Nationalmannschaft gespielt habt. Was hat für Euch den Ausschlag gegeben, den Verband zu wechseln und nun für das A-Team des Kosovo zu spielen? AVDULLAHU: „Es war nicht einfach, aber am Ende habe ich auf mein Herz gehört.“ HAJDARI: „Ich glaube, der schwierigste Punkt ist die Tragweite der Entscheidung. Das ist ja nicht wie im Vereinsfußball, wo du wieder wechseln kannst, wenn es nicht funktioniert. Du musst selbst überzeugt sein. Denn am Ende musst du selbst im Zweifel da stehen und sagen: ‚Okay, ich habe so entschieden und mir war bewusst, dass es auch nicht immer super laufen kann.‘" ASLLANI: „Wir alle haben eine sportliche Chance gesehen, die vielleicht nicht viele gesehen haben. Mittlerweile stehen wir als Nationalelf entsprechend gut da, und mit jeder Entscheidung, die für uns fällt, wird es sogar noch besser. Und das macht es den Nächsten vielleicht leichter zu sagen: ‚Ich gehe zum Kosovo, wir sind gut, ich spiele für mein Land.‘“ Wollt Ihr mit der Entscheidung auch ein Vorbild sein für die nächste Generation? HAJDARI: „Das sind ja nicht nur wir als Kosovaren, sondern das gilt auch für alle anderen, die eine doppelte Staatsbürgerschaft haben. Wenn du die Pässe zweier Nationen hast und die eine ist im Fußball viel, viel größer als die andere, dann ist das schwierig, der größeren Nationalmannschaft abzusagen, wenn du da eine Perspektive hast. Mit dem Schritt wollen wir ein Zeichen setzen: Man muss nicht immer die großen Nationen wählen, um etwas Großes zu erreichen.“ Wie viele Gespräche hattet Ihr darüber mit den eigenen Eltern geführt? AVDULLAHU: „Meine Eltern haben mich in Ruhe gelassen, die haben gesagt: ‚Egal, was du machst, wir stehen hinter dir.‘ Das ist ein schönes Gefühl – und dann brauchte ich auch nicht viele Gespräche mit ihnen zu dem Thema.“ ASLLANI: „Ich habe tatsächlich schon viel mit meinen Eltern darüber geredet. Wir haben es abgewogen: Was spricht für Deutschland, was für den Kosovo? Und wir kamen da schon auf den gleichen Nenner: Warum denn nicht Kosovo? Wir fühlen es einfach mehr." Und das Gefühl, die Nationalhymne auf dem Platz zu hören, war entsprechend emotional? ASLLANI: „Es ist schon krass, weil man es sich vorher nicht so richtig vorstellen kann. Ich habe das erste Mal vor zwei Jahren Kosovo im Stadion gesehen, in der Nations League. Da hatte ich schon als Gast auf der Tribüne Gänsehaut. Auf dem Platz ist es dann noch mal was ganz anderes.“ AVDULLAHU: „Ja, das ist außergewöhnlich, etwas absolut Besonderes, das ganze Stadion ist voll dabei.“ ASLLANI: „Generell hast du im Fußball ja immer die Heimkurve und ansonsten auch neutrale Zuschauer. Aber dort in Pristina hast du wirklich überall echte, enthusiastische Fans, im ganzen Stadion. Da passen 10.000 Menschen rein, aber es kommt dir vor, als seien es 30.000.“ War dieser Moment dann noch mal die letzte Bestätigung? ASLLANI: „Für mich, ja. Wenn ich wüsste, ab jetzt würde es gar nicht mehr laufen mit dem Kosovo, würde ich trotzdem sagen: Es war richtig. Die Entscheidung hat sich jetzt schon gelohnt. Was bis jetzt passiert ist, zeigt mir schon, dass es das wert war.“ Was ist denn fußballerisch mit dem Kosovo möglich? Was sind Eure vielleicht auch persönlichen Ziele? ASLLANI: „Einmal eine WM und einmal eine EM zu spielen – das wäre ein ganz gutes Ziel. Man wird sehen, wie sich das entwickelt, wenn nun immer mehr Spieler dazukommen. Ich habe da so ein paar Bundesligaspieler im Kopf, die uns als Kosovo sicher noch verstärken würden, wie die beiden Heidenheimer Diant Ramaj oder Arijon Ibrahimović. Aber ich weiß natürlich überhaupt nicht, ob das für sie ein Thema wäre.“ #Hoffenheim #FisnikAsllani #LeonAvdullahu #AlbianHajdari 

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leonavdullahu, hoffenheim, fisnikasllani, albianhajdari

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