Wir leben in einem Land, das sich müht, mit dem Eingeständnis des Irrtums. Wo Fehler nicht als Spur des Menschlichen gelesen werden, sondern als Makel. Wo Rücktritte, wenn sie überhaupt noch erfolgen, erst dann vollzogen werden, wenn die Erschütterung durch das Offensichtliche nicht mehr ignoriert werden kann. Ein Eingeständnis? Fast nie. Fehler sind hierzulande wie Gespenster – man spricht nicht über sie, man vertreibt sie schweigend.
Wie anders, wie wohltuend mutet da jener Moment an, als Donald Trump – ein Mann, den man mit Fug und Recht für vieles kritisieren kann – in den frühen Tagen seiner ersten Präsidentschaft öffentlich erklärte, dass der Kommunikationsstart seiner Administration misslungen sei. Er übernahm die Verantwortung. Eine seltene, ja fast exotische Geste im politischen Raum.
Fehler sind keine Schande. Sie sind ein Rohstoff. Wer keine Fehler macht, bewegt sich nicht, riskiert nichts, bleibt im Flachen. Wer hingegen scheitert und sich dessen bewusst ist, wer innehalt...
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