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bsafe26.com Meinungsfreiheit ist kein Schmuckstück der Verfassung, das man bei feierlichen Anlässen aus der Vitrine holt und danach wieder sorgsam einschließt. Sie ist ein Arbeitsinstrument. Roh, widerständig und bisweilen unerquicklich. Und gerade darin liegt ihr Wert. Wo sie beginnt, endet die Bequemlichkeit der Macht. Deutschland hat sich lange daran gewöhnt, diese Freiheit als gesichert zu betrachten – als historische Errungenschaft, die fest verankert und unangreifbar ist. Vielleicht war es diese Selbstgewissheit, die blind machte für eine schleichende Verschiebung. Nicht der offene Bruch mit dem Grundgesetz ist das Problem unserer Tage, sondern seine Umdeutung im Namen vermeintlich höherer Zwecke. Demokratie wird beschworen, während man an ihren Voraussetzungen sägt. Ein Alarmsignal für die offene Gesellschaft Was sich derzeit beobachten lässt, ist keine einzelne Entgleisung, kein missglückter Satz in einer „Markus Lanz“-Talkshow und auch kein isolierter Vorstoß. Es ist...

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