Suppe für den Zustand dazwischen
Eine italienisch inspirierte Nudelsuppe für Menschen, die offiziell nichts haben, sich aber trotzdem nicht ganz trauen, so zu tun.
Diese Suppe wird oft „Penicillin-Suppe“ genannt, was medizinisch ungefähr so korrekt ist wie der Versuch, mit heißem Tee existenzielle Probleme zu lösen, aber der Name hat sich gehalten, weil er genau dieses diffuse Versprechen transportiert, das man in solchen Momenten gerne annimmt. Man ist nicht krank genug fürs Bett, aber auch nicht fit genug für Optimismus, also landet man in diesem Zustand dazwischen, in dem man weder Mitleid noch Lösungen braucht, sondern etwas Warmes.
Die Suppe selbst macht daraus kein großes Ereignis, sie verzichtet auf Heldengeschichten und Superkräfte und konzentriert sich stattdessen auf Gemüse, Ei, kleine Nudeln und Parmesan, also auf Dinge, die seit Jahrhunderten beweisen, dass sie zumindest dafür taugen, den Tag ein kleines Stück weniger anstrengend zu machen. Sie heilt nichts, sie repariert n...
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