Weil unter einem Pro-Palästina-Post ein Like von mir war, stellte mich ein bekannter Blogger im Netz bloß. Ein solches Verhalten finde ich erschreckend.
Die Situation vergesse ich bis heute nicht: Ich, vollgepackt mit Kinderwagen, Gepäck und meiner 2-Jährigen im ICE. Der Schaffner kommt zur Ticket-Kontrolle, mein Instagram ist offen - die Seite von Fridays for Future. Kurz zuvor wurde dort ein Pro-Palästina-Statement gepostet. Meine Tochter, die Handys faszinierend findet, reißt es mir aus der Hand, spielt damit rum.
Zwei Stunden später öffne ich die App wieder. Jemand hat mich in seiner Story verlinkt. Mehr noch: Mir einen ganzen Post gewidmet. Ich lese Zeilen wie: In welcher Gesellschaft wir gelandet sind, „wenn jetzt bekannte Namen wie Laura L. antisemtische Propaganda unterstützen.“ Menschen, die ich beruflich kannte, haben ihn geliked. Darunter Manager, mit denen ich bereits kooperiert habe.
Mir fiel die Kinnlade. War das ein Scherz?
Auch wenn der Mann mich in der Öffentli...
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