Warum viele Mütter nachts schneller auf Geräusche reagieren als Väter, hat auch eine neurobiologische Grundlage.
Während der Schwangerschaft und nach der Geburt verändert sich das Gehirn messbar. Studien mit MRT-Untersuchungen zeigen strukturelle und funktionelle Anpassungen in Bereichen, die mit Emotion, Aufmerksamkeit und Schutzverhalten zusammenhängen – insbesondere in der Amygdala, im präfrontalen Cortex und im Hypothalamus.
Diese Veränderungen stehen in engem Zusammenhang mit hormonellen Prozessen:
Hormone wie Oxytocin, Prolaktin und Cortisol beeinflussen die Sensitivität für kindliche Signale. Dadurch reagieren viele Mütter besonders schnell auf Geräusche oder Bewegungen ihres Babys – sogar im Schlaf.
Forschungen zur sogenannten „maternal brain response“ zeigen außerdem, dass das Gehirn von Müttern besonders stark auf den eigenen Säugling reagiert (z. B. auf Schreien oder Bewegungen). Diese erhöhte neuronale Aktivität unterstützt Bindung, Fürsorge und Schutzverhalten.
Diese ...
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