Hasen-Po macht das Frühstück froh. (Wer bei diesem Reim noch Niveau erwartet, ist auch sonst sehr optimistisch.)
Man könnte zu Ostern natürlich eine feine Tarte backen. Oder ein elegantes Hefegebäck. Oder irgendetwas, das ein erwachsener Mensch mit Restwürde auf den Frühstückstisch stellen würde. Ich dagegen entscheide mich sehr bewusst für Hasen-Popos. Goldbraun gebackene kleine Hefehintern, geschniegelt mit Zuckerguss und Kokos, als wäre das die naheliegendste Form saisonaler Tischkultur. Andere dekorieren mit Blumen. Ich serviere Hinterteile. So hat jeder eben seine Talente.
Und das Schönste daran ist: Mir ist völlig klar, wie lächerlich das ist. Ich stehe da, forme aus Hefeteig Beinchen, kleine Füße und ein puscheliges Schwänzchen, glasiere alles geschniegelt zurecht und streue Kokos darüber, als hätte ich in meinem Leben nie dringendere Aufgaben gehabt. Während andere vielleicht Unternehmen gründen, Weltpolitik diskutieren oder wenigstens mal ihre Steuer sortieren, perfektionier...
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