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Viele Unterrichtsbesuche sind solide geplant. Die Phasen stimmen, das Material ist ordentlich, die Methode passt irgendwie auch. Aber der Unterschied zwischen gut und sehr gut liegt meistens nicht in noch mehr Material, noch mehr Methoden oder noch mehr „Kreativität“. Er liegt woanders: Sehr gute UBs haben kognitive Tiefe. Die Schüler machen nicht nur etwas, sondern sie denken wirklich. Sie vergleichen, begründen, gewichten, entscheiden, prüfen, ob etwas tragfähig ist. Genau da wird Unterricht anspruchsvoll. Sehr gute UBs setzen auf Tiefe statt Breite. Nicht alles anreißen, sondern einen Gedanken wirklich bearbeiten. Lieber weniger Inhalt und dafür ein klarer Erkenntnisgewinn als viel Stoff ohne echtes Verstehen. Sehr gute UBs haben Sprachbildung nicht nur am Rand. Gute Stunden helfen den Schülern dabei, fachlich präzise zu denken und das auch sprachlich auszudrücken. Mit Satzstartern, klaren Operatoren, passenden Redemitteln und Aufgaben, die Sprache und Denken zusammenführen. U...

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