Panna Cotta im Glas mit Himbeer-Gelee und Mascarpone-Sahnecreme
Ein Dessert, das sich im Kalender wichtiger macht, als es ist. Kaum hat irgendwer Kerzen aufgestellt, eine Stoffserviette aus der Schublade gezogen und angefangen, Wörter wie „Menüfolge“ zu benutzen, steht sie wieder geschniegelt auf dem Tisch, als wäre sie nur für besondere Anlässe zuständig.
Ich habe ewig kein Dessert mehr gemacht. Nicht, weil ich keines wollte. Sondern weil man sich diesen Unsinn ja gern selbst erzählt: lohnt sich nicht, ist zu aufwendig, heb ich mir für Gäste auf, vielleicht an Ostern, vielleicht wenn Besuch kommt, vielleicht wenn das Leben endlich ordentlich genug aussieht für ein Glas Panna Cotta. Als müsste Genuss erst von außen genehmigt werden.
Und genau das ist eigentlich der Witz. Wir bewahren so vieles auf, bis es fast beleidigt ist. Das gute Geschirr, die besondere Schokolade und die Flasche für irgendwann. Als wäre der Alltag ein Wartezimmer und das eigentliche Leben käme später. Tut es aber...
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