facebook pixel
Ich stand beim Arzt, machte ein Foto und dachte im selben Augenblick: Was zum Henker mache ich da? Warum fotografiere ich meinen toten Hund? Im Nachhinein weiß ich, dass das gar nicht so ungewöhnlich ist. Nach einem Verlust gerät das Gehirn oft in einen Schockzustand. Viele Menschen haben das Gefühl, die verstorbene Person oder das Haustier könnte jeden Moment wieder zur Tür hereinkommen oder hören noch ihre Schritte. Gerade bei Depressionen oder Dissoziation kann das Bedürfnis entstehen, sich an etwas Festem festzuhalten. Ein Foto wird dann nicht zur Erinnerung, sondern zum Beweis. Das ist passiert, das ist real. Genau deshalb werden Eltern nach einer Totgeburt heute häufig sogar Fotos mit ihrem Kind empfohlen. Nicht, um den Schmerz festzuhalten, sondern weil solche Bilder vielen helfen, die Realität des Verlustes zu begreifen. Ich wusste in dem Augenblick nicht wie die Trauer sich mit meinen Depressionen verträgt und ich mir die Tatsachen anfange zu verdrängen. Zur Sicherheit mac...

 73

 17

    Suggested Credits
    Tags, Events, and Projects