Montag.
Ein Tag, an dem ich schon stolz auf mich bin, wenn ich gegen Mittag noch weiß, warum ich einen Raum betreten habe.
Kochen ist da eigentlich eine unangemessene Forderung.
Man könnte natürlich einen Wochenplan erstellen, Gemüse vorkochen, Hülsenfrüchte einweichen und sich irgendeine Bowl bauen, die laut Internet nicht nur den Blutzucker stabilisiert, sondern vermutlich auch gleich die Ehe rettet.
Oder man bleibt realistisch.
Pasta Paradiso.
Ein Gericht für Menschen, die montags noch gewisse Ansprüche ans Leben haben, aber nicht mehr bereit sind, dafür nennenswerte Leistungen zu erbringen.
Knoblauch ins Olivenöl.
Tomaten dazu.
Ein bisschen Thymian.
Brühe und Pasta.
Das ist ungefähr die geistige Flughöhe, auf der ich mich heute noch sicher bewegen kann.
Während die Tomaten in der Pfanne langsam aufplatzen und so tun, als hätten sie den anstrengenden Tag gehabt, kocht nebenan die Pasta. Danach kommt alles zusammen, Rucola rein, Parmesan drüber und plötzlich steht da ein Te...
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