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Ich schlafe nicht, ich überlebe die Nacht. Aber morgens, morgens bin ich in meiner Bestform. Ich glaube, „morgen“ sollte offiziell ein Verb werden, so wie „chillen“ oder „flexen“. Ich morge nämlich richtig gut. Stundenlang Kaffee, ein Buch in der Hand, die Welt noch so gar nicht da und ich fühle mich wie die ruhigste Person mindestens in meinem Viertel. Während andere um sieben Uhr noch mit geschlossenen Augen nach dem Wecker tasten, hab ich da schon zwei Kapitel gelesen und meinen dritten Kaffee aufgesetzt. Nachts bin ich ein Trümmerfeld, aber morgens bin ich Business. Und ich finde das darf man auch sprachlich würdigen. Nicht „ich bin früh wach“, sondern „ich morge gerne“. Quasi als ein Zustand und keine Uhrzeit. Eine Lebensform für Leute, die mit der Nacht nichts anfangen können, aber den Morgen für sich gepachtet haben. . #gutenmorgen #schlaflosigkeit #sprache #begriffe #olesjareiser

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