Französischer Apfelkuchen und die Sache mit dem September
Heute ist der 1. September. Der Sommer sitzt offiziell noch am Tisch, während der Herbst draußen bereits die Stühle zusammenklappt.
Wenn ich aus dem Fenster schaue, biegen sich die Gräser im Wind, die Wolken ziehen tief und für einen Moment sieht die Rhön aus, als hätte sie beschlossen, heute Nordseeküste zu spielen. Da passt ein Apfelkuchen perfekt.
Warum dieser hier französischer Apfelkuchen heißt, habe ich nicht hinterfragt. Vermutlich, weil „Kuchen mit fünf Äpfeln und ordentlich Rum“ kulinarisch weniger elegant klingt.
Dieser hier hat fünf Äpfel, Butter, braunen Zucker, Vanille und 100 Milliliter Spiced Rum.
Also im Grunde alles, was man braucht. Vor allem Rum. 100 Milliliter sind übrigens keine Spur Rum. Das ist eine Entscheidung.
Und Entscheidungen finde ich Anfang September beruhigend, weil draußen gerade niemand eine trifft.
Morgens zieht man einen Pullover an, mittags bereut man ihn und abends sucht man ihn wied...
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